Offensiv interviewt Flo Schießl von der SO Wien zur Kampagne gegen Aufrüstung und Militarismus.
Warum lautet der Slogan der Kampagne „Wir kämpfen für unsere Zukunft, nicht für ihre Kriege!“?
Die Kampagne richtet sich vor allem an Schüler*innen, Studierende und Lehrlinge, die mit Krieg und Militarisierung, der Klimakrise und dem zunehmenden Rechtsruck konfrontiert sind. Wir sind es, die unter den aktuellen Krisen am stärksten leiden werden. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie wir unsere Zukunft unter diesen Bedingungen erkämpfen und gestalten können und welche politischen Antworten wir darauf entwickeln. Denn trotz all der Krisen sollten wir nicht pessimistisch werden, ganz im Gegenteil. Wenn wir uns organisieren, können wir etwas verändern – die Zukunft gehört uns, und dafür müssen wir kämpfen.
Was ist die Botschaft der Kampagne?
Wir wollen zeigen, dass wir es satt haben, immer wieder einstecken zu müssen oder auf übermorgen vertröstet zu werden. Die Klimakrise, die von der Politik ignoriert wird, um die „Wirtschaft“ zu schützen, verbrennt unsere Lebensgrundlage. Ihre Kriege, die sie für Profite führen, während bei uns in der Bildung oder im Sozialen gekürzt wird, treiben uns bestenfalls ins Elend, schlimmstenfalls in den Tod. Und auch ihr Nationalismus ist zerstörerisch, denn er gibt den Rechten Aufschwung und bedroht die ohnehin beschränkten demokratischen Rechte. Wir zeigen, dass wir gegen den Kapitalismus stehen, der hinter all dem steckt. Der uns und den Planeten zerstört. Darum zeigen wir auch eine sozialistische Alternative zu all dem auf und laden ein, selbst aktiv zu werden.
Das Ganze ist Teil eines internationalen Aktionstages?
Ja, der 20.11. ist als internationaler Aktionstag angelegt. Veranstaltungen und Aktionen sollen in mehreren Ländern stattfinden. In Österreich mobilisieren wir von der Sozialistischen Offensive zusammen mit weiteren Unterstützer*innen. Wenn die Krisen global sind, muss es der Kampf dagegen auch sein. Es gab schon antimilitaristische Aktionen wie die Schulstreiks gegen die Wehrpflicht in Deutschland. Dieses Mal soll es in mehreren Ländern Aktionen geben. Als SO und international als CWI treten wir für ein anti-kapitalistisches Programm ein – denn wir müssen die Wurzel des Übels angehen. Schulstreiks können ein wichtiges Zeichen sein, wichtig ist es aber auch, die Kämpfe von Schüler*innen, Studierenden und Arbeiter:innen zu verbinden. Für uns ist entscheidend, dass der 20. November nicht als isoliertes Ereignis verstanden wird, sondern als möglicher Ausgangspunkt für weitere gemeinsame Aktivitäten, wie Schulstreiks, Studierendenproteste oder sogar Generalstreiks – wie in Italien oder Portugal. Und vor allem auch immer mit einer jugendlichen und internationalen Perspektive, um zusammen für unsere Zukunft und unsere Interessen einzustehen.
Also egal wo du bist – melde Dich bei uns, werde aktiv und mach mit!
