Gut besucht war auch der vierte Sozialismustag der Sozialistischen Offensive am 30. Mai. Die aktuelle politische Lage gibt Anlass zu Angst und Sorge – aber eben auch zu Hoffnung. Denn es gibt nicht nur Trump, Krieg und Krise sondern seit Jahren nehmen auf der ganzen Welt die Proteste gegen Ungerechtigkeit und Korruption, die Streiks für bessere Arbeitsbedingungen und Bezahlung, die Mobilisierungen von Arbeiter*innen und Jugendlichen zu. Deutlich ist auch das wachsende Interesse an sozialistischen Ideen: längst ist eine Mehrheit weltweit davon überzeugt, dass Kapitalismus nicht funktioniert.

Einige, die nach einer konkreten Alternative suchen sind zu unserem Sozialismustag gekommen: Teilnehmer*innen aus mehreren Bundesländern diskutierten angeregt über die aktuelle Weltlage und was wir konkret machen können.

Reges Interesse gab es nicht nur am umfangreichen Büchertisch des Manifest Verlages sondern auch bei den zwei Arbeitskreisen zu marxistischer Wirtschaftstheorie und der Frage, wie Rechtsextremismus bekämpft werden kann. In allen Diskussionen wurden grundlegende theoretische Fragen ebenso behandelt wie deren Anwendung auf unsere aktuelle Lage.

Auch über häufige Fragen zu und Vorurteile über „Sozialismus“ und ob das überhaupt funktionieren kann wurde in der Auftaktveranstaltung diskutiert (Spoiler: ja, es funktioniert).

Ein Highlight waren unsere internationalen Gäste aus Deutschland und Britannien. In der Abschlussveranstaltung berichtete Isis Smyth über die lange Tradition des CWI in kämpferischer Jugendarbeit, die vielen, vielen Beispiele dafür, wie politisch sich Jugendliche auf der ganzen Welt einbringen und über die aktuelle Jugendarbeit der britischen Sektion des CWI.

Unter den TeilnehmendenLehrlinge und Pensionist*innen, Studierende und Arbeitslose, und Berufstätige aus verschiedenen Bereichen – war klar: ein spannender, gelungener Tag der deutlich macht, dass eine sozialistische Welt nicht nur nötig, sondern möglich ist. Und ein Appell zum Mitmachen an alle, die noch nicht bei der SO aktiv sind.