Am 15.12. fand um 17.00 ein Protest von Lehrer*innen, Gewerkschaftsaktivist*innen und Aktivist*innen von #schulebrennt bei der GÖD-Zentrale in der Teinfaltstraße statt. Mitglieder der Sozialistischen Offensive waren auch bei dieser Kundgebung von Schule brennt wieder dabei und haben mitgeholfen sie vorzubereiten.
Auslöser war der schlechte KV-Abschluss durch die GÖD und der fehlende Widerstand der GÖD gegen die Sparpolitik der Regierung (2600 Stellen sollen bis 2029 im öffentlichen Dienst durch Nicht-Nachbesetzungen eingespart werden). Es war den Anwesenden aber auch ein Anliegen zu sagen „holen wir uns die Gewerkschaft zurück“, dass sie sich von der GÖD Führung verraten und verkauft gefühlt haben und dass man nicht bereit ist dieser Führung und ihrem Kuschelkurs das Vertrauen auszusprechen und sich auf sie zu verlassen. Die Stimmung wurde gut eingefangen durch gelbe Post-Its, die viele Kolleg*innen vor Ort, aber auch schon vorher in den Schulen von Kolleg*innen die nicht beim Protest dabei sein konnten, mit Forderungen Slogans und Gedanken über die GÖD-Führung befüllt wurden. Die Wut und der Ärger über die Politik der GÖD wurde in diesen Post-Its die an die Tür der GÖD geheftet wurden sehr deutlich. Unter den Slogans befand sich „Wir zahlen nicht für eure Krise“ aber auch die Forderung nach kämpferischen und demokratischen Gewerkschaften.
SO-Aktivistin und Mittelschullehrerin Sonja Grusch forderte in ihrer Rede auch die Wähl- und Abwählbarkeit von Gewerkschaftsfunktionär*innen sowie die Notwendigkeit dass sowohl über die Forderungen als auch über die Abschlüsse durch die Mitgliedschaft demokratisch entschieden werden sollte und nicht durch eine abgehobene Führung hinter verschlossenen Türen. Daher müssen Verhandlungsergebnisse einer Urabstimmung unterzogen werden.
Die GÖD-Führung war im vorhinein durch einen Brief über diese Aktion informiert worden und war auch eingeladen zu den Aktivist*innen auf die Straße zu kommen und sich zu erklären, dem ist sie aber nicht nachgekommen. Sie hat es auch nicht Wert gefunden, auf den Brief zu antworten.
Es war mit Sicherheit nicht der letzte Protest dieser Art. Die Aktivist*innen werden sich auch an der Demonstration gegen die Kürzungen der Stadt Wien am 16.12. um 17.00 am Platz der Menschenrechte beteiligen.

