von SO-Aktivist*innen
Heute fanden in ganz Österreich Betriebsräte-Konferenzen des Handels statt. Die Branche ist mit 430.000 Beschäftigten und 15.000 die größte im Land und hat in den letzten Jahren zunehmend Kampfbereitschaft gezeigt. Die Beschäftigten, darunter sehr viele Frauen und Migrant*innen, haben gerade unter Corona erlebt wie wichtig ihre Arbeit ist. Das hat Selbstbewusstsein geschaffen das immer weniger mit den Versuchen der Unternehmen zusammenpasst, den Handel als „Niedriglohnsektor“ abzutun.
Schon letztes Jahr hat es Streiks gegeben und auch bei den heutigen Betriebsräte_Konferenzen haben die Kolleg*innen klargemacht, dass wenn bei der morgigen 4. Verhandlungsrunde kein „akzeptables Ergebnis“ herauskommt, dann „weitere notwendige betriebliche und gewerkschaftliche Maßnahmen“ stattfinden werden.
Aktivist*innen der SO haben die Betriebsrät*innenkonferenzen besucht und mit Betriebsrät*innen und Kolleg*innen gesprochen. Wir haben darauf hingewiesen, das in dieser Woche auch Proteste im Sozialbereich (Montag) und im Öffentlichen Dienst (die ganze Woche Dienststellenversammlungen) stattfinden.
„Wenn wir gemeinsam protestieren würden, wäre das nicht zu übersehen“ meinte dann völlig korrekt auch ein Kollege. Wenig Hoffnungen bzw. Illusionen gab es in die kommende Regierung, die die Kosten der Krise auf die Beschäftigten abwälzen wollen wird. Hier setzt unsere Zeitung Offensiv auch mit der Notwendigkeit einer neuen Arbeiter*innenpartei an.
Für Abschlüsse die die Verluste der letzten Jahre wettmachen und eine echte Verbesserung darstellen – wenn Unternehmen behaupten, sich das nicht leisten zu können dann müssen Vertreter*innen von Belegschaft und Gewerkschaft eine intensive Kontrolle der Firmenunterlagen durchführen. Dann wird rasch klar, wo die Milliarden hingeflossen sind, die die Handelsangestellten in den letzten Jahren erwirtschaftet haben!
Unterstützen wir die Beschäftigten im Handel! Setzen wir Initiativen um die Kämpfe zusammen zu führen!



