Tausende Kolleg*innen aus den privaten Kindergärten sind am 2.10.2025 zusammengekommen, um gegen die Missstände zu protestieren. Eine zentrale Forderung der Kundgebung war ein einheitliches Bundesrahmengesetz. Da bei der nächsten Regierung aber davon auszugehen ist, dass diese ein solches für Kürzungen missbrauchen könnte, wäre die korrekte Forderung jedoch, klarzustellen, dass man sich an den besten Standards und nicht an den schlechtesten orientieren muss. 

Die Sozialistische Offensive hat an den Protesten teilgenommen, unsere Zeitung verkauft und mit Kolleg*innen gesprochen. Dies ist nicht die erste derartige Aktion aus diesem Bereich. Dabei waren oft der private und der öffentliche Bereich getrennt. Von Seiten der Gewerkschaftsführung wurden Missstände aufgezeigt. Sie haben aber keine Vorschläge gemacht, wie diese zu beheben wären oder wie der Kampf auf eine höhere Ebene gebracht werden kann. Das sind Gründe, warum Kolleg*innen die Sinnhaftigkeit der Art und Weise des Protests hinterfragten.

Wir haben in die Diskussionen den Vorschlag hineingetragen, dass Bildungsstreiks von Kinderbetreuung, Nachmittagsbetreuung, und den Beschäftigten an den Schulen gemeinsam durchgeführt werden sollten. Also ein Bildungsstreik für den gesamten Bildungssektor – nicht nur für einen Tag, sondern wenn nötig länger. Der Vorschlag ist auf große Zustimmung gestoßen. 

Am 12. Oktober organisieren wir einen Sozialismustag – im Zuge dessen wird es auch einen Arbeitskreis unter dem Titel “Es ist Zeit für Streik: Wie weiter für Bildungsproteste, Kampf für höhere Löhne, gegen Angriffe einer künftigen Regierung” geben. Wir versuchen dabei auch Gewerkschaftsaktivist*innen und alle die etwas tun wollen zusammen zu bringen. 

Wenn auch du genug hast: Komm zum Sozialismustag!